PRP -Therapie

Thrombozytenreiches Plasma.

Eigenbluttherapien haben auch in der Orthopädie mittlerweile ihren Stellenwert erreicht. Dabei hat das Blutplasma mit den darin unter Anderem enthaltenen Thrombozyten (Blutplättchen) eine besondere Bedeutung. Aus den Thrombozyten werden nämlich Wachstumsfaktoren freigesetzt, die u.a. Heilungsprozesse an Sehnen und Knorpel unterstützen.

Mit einer Doppelspritze steht ein schnelles und sicheres Verfahren zur Verfügung, ein autologes konditioniertes Plasma (PRP) innerhalb weniger Minuten in der Praxis herzustellen und dem Patienten gleich anschließend an die zu behandelnde Stelle (Sehne oder Gelenk) zu applizieren. Dabei werden mit dieser Methode die Thrombozyten und Wachstumsfaktoren effizient separiert und konzentriert. Es genügt dabei die Entnahme einer kleinen Menge Blut aus der Armvene.

In wissenschaftlichen Studien hat sich gezeigt, daß die Thrombozytendichte in PRP ca. doppelt so hoch ist wie im Vollblut, während rote und weiße Blutzellen, die den Heilungsprozeß beeinträchtigen können, nicht konzentriert werden.

In der Regel sind 4-5 Behandlungen in ca. 1- wöchigem Abstand sinnvoll.

Indikationen sind im Einzelnen:

Akut

  • Sehnenruptur oder -teilruptur u.a. von Achillessehne, Rotatorenmanschette
  • Bandruptur oder -teilruptur u.a. von Kreuzband, Bänder des Sprunggelenkes
  • Muskelfaserriß
  • Meniskusverletzung

Chronisch

  • Arthrose
  • Tendinopathie u.a. bei Achillessehne und Ellenbogen (sog. Achillodynie oder auch Tennisellebogen)
  • Sehnenreizung u.a. der Patellarsehne
  • Plantarfaszienreizung
  • Subacromialsyndrom