von hinten durch den Arbeitskanal in den Wirbelgelenksspalt eingebrachte DTRAX-Implantat
Einführungsinstrumentarium für das DTRAX-Implantat
keilförmiges DTRAX-Implantat aus Titan

DTRAX™

Perkutanes Verfahren zur Dekompression und Fusion der HWS

Bei hartnäckigen Schmerzen im Nacken- bzw. HWS-Bereich (Cervicalgien), ggf. auch mit Ausstrahlung in die Arme (Cervicobrachialgien) bedingt durch einen fortgeschrittenen Verschleiß der Bandscheiben (Osteochondrose) bzw. Wirbelgelenke (Facettengelenksarthrose) mit Kompression auf eine oder mehrere Nervenwurzeln war bisher ausschließlich eine offene Operation möglich.

In wenigen Fällen ist hier eine mikrochirurgische Erweiterung des Nervenaustrittkanals von hinten (dorsal) (Operation nach Frykholm) geeignet. In den meisten Fällen muß jedoch von vorne (ventral) die verschlissene Bandscheibe entfernt und das Segment (oder auch mehrere) mit Beckenkammspan, Cage oder Platte versteift werden (sog. ventrale Dekompression und Fusion).

Mit dem sog. DTRAX-Verfahren steht ein perkutanes und damit schonendes Verfahren zur Verfügung. Dabei wird von hinten über eine kleine nur ca. 1 cm lange Hautinzision ein Arbeitskanal an das Wirbelgelenk der betroffenen Etage vorgeschoben. Über diese Kanüle wird dann das betroffene Gelenk präpariert und anschließend ein kleines keilförmiges Titanimplantat eingeschoben. Dieses ist mit einem künstlichen Knochenersatzstoff gefüllt und führt zum Einen zu einer indirekten Erweiterung des verengten Nervenaustrittkanals (Neuroforamen), zum Anderen zu einer notwendigen Versteifung des betroffenen Gelenkes. Dieses wird auf der anderen Seite entsprechend wiederholt. Sind mehrere Etagen betroffen, so kann das Verfahren natürlich auch gleichzeitig an mehrere Segmenten durchgeführt werden.

Die ganze Operation dauert bei einem Segment maximal 30 min. Der Eingriff ist im Vergleich zu einer herkömmlichen Dekompression mit Versteifung deutlich weniger traumatisierend. Da der Wirbelkanal nicht eröffnet werden muß, besteht zudem keine Gefahr der Narbenbildung im Spinalkanal. Die Rehabilitationszeit nach der Operation ist somit in der Regel auch deutlich verkürzt.

Das DTRAX-Verfahren ist bei folgenden Krankheitsbildern indiziert

  • Wurzelreizsyndrom der HWS
  • HWS-Beschwerden (Cervicalgien) aufgrund von starker Bandscheiben und / oder Wirbelgelenksabnutzung

Video über das neue "DTRAX-Verfahren"