Mikrochirurgische Bandscheibenoperation

Bei ausgetretenem (sequestriertem) BSV mit Lähmungserscheinung oder bei Versagen aller übrigen Behandlungsmaßnahmen:

Solche Fälle sind glücklicherweise sehr selten. Weniger als 5 % aller Bandscheibenvorfälle müssen auf diese Weise operiert werden. Dabei wird unter dem Operationsmikroskop, d.h. als sog. mikrochirurgische Nukleotomie, schonend, unter Erhalt der knöchernen Struktur und Schonung der Rückenmuskulatur vorgegangen und in Vollnarkose der Rückenmarkskanal eröffnet und das ausgetretene Bandscheibengewebe mit feinen Instrumenten entfernt. Die Operation bedarf in der Regel eines kurzen stationären Aufenthaltes.

Eine anschließende stationäre Rehabilitation kann im Bedarfsfall eingeleitet werden. Je nach Tätigkeit ist eine berufliche Wiedereingliederung frühestens zwei Wochen nach dem Eingriff sinnvoll.

Diese Operationsart wird nach wie vor als der "goldene Standard" der Bandscheibenchirurgie angesehen.